SPROLL Rechtsanwälte
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REISERECHT: Das Landgericht München I hat am 18.12.2013 (Az 15 O 16128/12) die Schadenersatzklage eines Reiseteilnehmers gegen das, von unserer Kanzlei vertretene Reiseunternehmen, wegen eines Unfalles bei einer Reiseveranstaltung abgewiesen. Das Landgericht hat die Pflichtenkreise von Reiseveranstalter und Reiseteilnehmer abgegrenzt und Ansprüche des Reiseteilnehmers wegen unvernünftigen Verhaltens jedenfalls infolge überwiegenden Verschuldens verneint. Dazu auch die Presseberichte in der "Süddeutsche Zeitung" und in "sueddeutsche.de/reise" jeweils vom 08.01.2014.



Das Oberlandesgericht München hat in einem Beschluss gem § 522 II ZPO vom 11.03.2014 (Az 13 U 317/14) bereits eine Pflichtverletzung der Reiseleitung verneint, weil es eine Selbstverständlichkeit sei, erkennbar gefährliche, unbekannte Stellen nicht zu betreten. Ebenso wie es keines Hinweises an Erwachsene bedürfe, nicht kopfüber in ein Gewässer mit unbekannter Tiefe zu springen, treffe die Reiseleitung die Pflicht, auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die beim Betreeten des dunklen Teils der Hölhle lauern. Das Urteil des Landgerichts München I ist rechtskräftig.